Jemanden in akuter Gefahr begleiten

Halte den Fokus auf die nächsten Stunden

Du musst die Probleme der Person jetzt nicht lösen. Du musst auch nicht herausfinden, wie ihr ganzes Leben weitergehen soll.

Im Augenblick gibt es nur ein Ziel: die nächsten Stunden sicher überstehen und weitere Hilfe einbeziehen.

Wenn die Person wieder bei den Problemen, der Vergangenheit oder einer hoffnungslosen Zukunft landet:
  1. Kurz aufnehmen: „Ich höre, wie unerträglich das gerade für dich ist.“

  2. Zurück zum Jetzt: „Wir müssen das heute nicht lösen.“

  3. Nächster konkreter Schritt: „Ich bleibe bei dir. Jetzt rufen wir Hilfe / fahren zur Notaufnahme / holen jemanden dazu.“

Wiederhole das ruhig, freundlich und notfalls immer wieder. Du musst keine neuen Argumente finden.

Lass dich nicht in Diskussionen darüber ziehen, ob alles aussichtslos ist, ob Hilfe etwas bringt oder ob die Person anderen zur Last fällt. Widersprich nicht ausführlich und versuche nicht, sie mit Logik oder guten Zukunftsaussichten zu überzeugen.